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Kathedralen

Kathedralen:St. Petersburg verfügt über ein vielfältiges Ansamble von Sakralgebäuden, untypisch für Russland ist hier das Vorherrschen einer klassizistischen Architektur, nur die farbenfrohe Auferstehungskathedrale entspricht dem allgemeinen Bild einer russischen Kirche.

Zur Sowjetzeit oft zweckendfremdet oder zu Museen umgewidmet, werden die Gotteshäuser seit Ende der 80er Jahre Ihrem ursprünglichen Zweck wieder zugeführt und umfassend renoviert.



Montferrands goldkuppelige St. Isaak Kathedrale prägt das Stadtbild Petersburgs seit 1858,
ihre überwältigende Pracht ist das Ergebnis jahrzehntelanger Fronarbeit über einer halben Million Leibeigener. Die Kasaner Kathedrale von 1811, entlang der Linie des Petersdom zu Rom unter der Leitung Andrej Worochins erbaut, ist der verschollenen wundertätigen Ikone "Gottesmutter von Kasan" gewidmet.



Heute findet sich hier hinter den Kolonnaden am Newskij Prospekt das Museum der Religionsgeschichte.



1830 wurde die Luthersche Petrikirche vom Architekten Alexander Brüllow fertig gestellt. Ihr neoromantischer Stil verweist auf das Herkunftsland der evangelischen Konfession und erinnert an die lange Geschichte der Petersburger Deutschen deren Hauptkirche sie war.
Eher klassisch und weniger heimatlich orientiert 1780 errichtet, ist der Stil der armenischen Kirche mit Ihrer schmucken weißblauen Fassade.

Dem Petersburger Thema weiß-blau folgt auch die  barocke Nikolos Marine Kathedrale. 
1762 vom Architekten Sawa Tschewakinskij im Stil des Katharinenpalastes fertig gestellt und ist Sie, thematisch im Rahmen des damaligen Flottenaufbaues,  dem Schutzheiligem der Seefahrer gewidmet. 



Die älteste Kathedrale  und mit Ihrem Glockenturm von 122,5 Meter höchste, die  Peter-und-Paul-Kathedrale liegt inmitten der gleichnamigen Festung. 
Im holländisch frühbarockem Stil von  Architekten Domenico Trezzini nach 21 Jahren Bauzeit 1733 errichtet, ist sie die Grablege der russischen Zaren seit Peter dem Großen. Der fliegende Engel mit einem Kreuz in der Hand auf der vergoldeten Turmspitze ist weithin über Stadt und Hafen sichtbar.


Die Smolni Kathedrale einspricht noch am meisten den  ursprünglichen Plänen Bartolomeo Rastrellis und damit den Vorstellungen Zarin Elisabeth für das zugeordnete und gleichnamige Bildungsinstitut. Das unter Ihren Nachfolgern aber im dann vorherrschendem klassizistischem  Stil errichtet wurde. Am Ort des Attentats von 1881 auf Alexander den II. errichtet, folgt die Auferstehungskathedrale ganz dem Muster einer altrussisch orthodoxen Kirche und überwältigt allein schon durch Ihre ornamentale Pracht.

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