Die kleinen Besucher aus der Antarktis haben ihren Lebensraum an der Südküste Australiens. Er ist der einzige der ca. 10 verschiedenen Pinguinarten in Australien, der auch dort brütet. Er ist ca. 40 cm lang und somit der kleinste Pinguin der Welt.
Die Pinguine besitzen Flügel, welche zu Schwimmflossen umgestaltet wurden. Somit können sie sich hervorragend im Wasser vorwärts bewegen. Ihre Flossen treiben den torpedoförmigen Körper an, die Füsse dienen als Steuerruder.
Die Zwerginguine suchen ab August ihre Brutplätze auf. Dies sind Inseln vor der südlichen Küste Australiens, von Perth in Westaustralien bis Port Stephens in New South Wales. Sie beziehen dort entweder ihre alten Höhlen oder graben sich neu. Diese sind ca. 50cm bis 1 1/2 m tiefe Gänge in sandigem Boden. Mit Gras, Zweigen oder Tang polstern sie ihre erweiterte Brutkammer. Meist finden sich Dutzende oder Hunderte von Paaren zusammen, da die Fortpflanzung normalerweise in Kolonien stattfindet. Es kann jedoch auch vorkommen, dass irgendwo ein einzelnes Paar brütet. Die Eier werden dann zwischen August und November gelegt. Meistens sind es zwei, gelegentlich auch drei Stück. Am Anfang sind diese Eier ganz weiss, verfärben sich dann aber zu einem schmutzigen grau oder werden bräunlich. Die Eltern teilen sich die Arbeit des Brütens. Sie lösen sich ca. alle 5 - 12 Tage ab. Während dieser Zeit fastet derjenige, welcher am brüten ist und wartet, bis der andere wiederkommt.
Ihren Weg von der Brutstätte zum Meer legen die Vögel immer Nachts zurück. Die kleinen schlüpfen nach ca. 38 Tagen. Sie werden von den Eltern gefüttert mit Fischen und anderen kleinen Meerestieren, welche sie vorher im Magen vorverdaut haben. Die Jungen besitzen nach ca. 3 Monaten ein fertiges, schuppenähnlich kurzes und wasserabweisendes Gefieder. Ebenfalls sind sie im Besitze eines dicken, vor Kälte schützenden Fettpolsters. So begeben sie sich auch schon ins Meer, um sich selbst um die Nahrung zu kümmern.
Das Gefieder der Eltern hat am Ende der Brutzeit auf der Körperoberseite eine dunkelbräumliche Farbe angenommen und wird nun gegen ein neues ersetzt. Dabei verlieren sie alle ihre Federn fast gleichzeitig, wobei sie während mehreren Wochen nicht schwimmen können. In dieser Zeit verkriechen sie sich in ihre Bruthöhlen und zehren von ihrem Speck. Ihr neues Gefieder danach wird oberseits dunkelbläulichgrau und unten weiss sein.