Der Dingo ist keine Wildhundart, sondern ein verwilderter Haushund. Früher war sein Name Australischer Wildhund, heute wird er jedoch auch bei uns Dingo genannt. Es wird angenommen, dass er durch die Aborigines eingeführt wurde. Und dies geschah, nach den Erkundungen von Wissenschaftlern, vor etwa 10'000 Jahren. Und da er schon so eine lange Zeit verwildert ist, ist sein Verhalten auch wie bei einem Wildtier. In Australien war er früher auf dem ganzen Kontinent verbreitet. Heute ist er vorallem im Nordterritorium, wo seine Bestände kaum reduzieren konnte, sehr häufig anzutreffen. In dieser Region kann man ihnen auch tagsüber über den Weg laufen. Im Südosten Australiens leben sie vorallem in jenen Gebieten, wo es auch Grasland hat. In jenen Gebieten ernährt er sich hauptsächlich von Riesenkängaruhs, Wallabys, Wombats und Wildkaninchen. Im Zentrum und im Westlichen Teil des Landes, hält sich der Dingo vorallem Regionen auf, wo er auch täglich Wasser finden kann.
Im allgemeinen ernährt sich der Dingo hauptsächlich von Säugetieren, jagt jedoch auch Vögel und Reptilien.
Der Dingo gehört zu Gruppe der Primitiven Äquatorialen Haushunde. Diese sind verbreitet von Nordafrika über Südasien bis nach Neuguinea. Er ist auch verwandt mit dem Wolf, und daher ist er sehr anpassungsfähig und auch ein intelligentes Tier.
Die Paarungszeit beim Dingo beginnt Ende Herbst. Die Tragzeit dauert etwa 9 Wochen. Meistens wirft ein Weibchen drei bis vier Junge, jedoch höchstens acht. Speziell beim Dingo ist auch, dass er sich zweimal im Jahr fortpflanzen kann. Dies ist total im Gegensatz zu den Haushunden.
Der Dingo passt sein Sozialverhalten immer der Nahrungsmenge an. Das heisst, in Regionen, wo nur kleine Beutetiere leben oder wo Nahrungsknappheit herrscht, ist der Dingo entweder ein Einzelgänger oder er lebt paarweise und im Familienverband, bis zur Selbständigkeit der Jungen. In Regionen, in denen grosse Beutetiere leben, jagt der Dingo im Rudel.
Der Dingo ist in Australien von den Menschen ein sehr gejagtes Tier. Besonders in Westaustralien wird er geschossen, mit Ködern vergiftet (was vorallem für fleischfressende Beuteltiere gverheerend sein kann) oder es werden Fallen für ihn aufgestellt. Der Hauptgrund dafür ist, dass er bei den Schafzüchtern sehr unbeliebt ist. Es ist wahr, dass der Dingo gelegentlich Schafe reisst. Es wurde jedoch von Wissenschaftlern festgestellt, dass lediglich ca. 2% der Nahrung des Dingos aus Schafen besteht. Das Säugetier, dass jedoch zu seiner Hauptnahrung gehört, ist das Kaninchen. Und diese sind wiederum ein grosser Feind der Viehzüchter, da sie eine Konkurrenz des Futters für ihr Vieh sind. Dies ergibt, dass der Dingo eigentlich gar nicht so eine grosse Landplage ist, wie es immer wieder behauptet wird.