Die Schopfgibbons (Nomascus) sind eine Primatengattung aus der Familie der Gibbons (Hylobatidae). Sie umfassen fünf Arten.
Merkmale
Die Schopfgibbons weisen mit dem schlanken Körper, den stark verlängerten Armen und dem fehlenden Schwanz den typischen Körperbau aller Gibbons auf. Die Geschlechter sind annähernd gleich groß, unterscheiden sich aber deutlich hinsichtlich ihrer Fellfärbung. Männchen haben einen deutlich erkennbaren Haarschopf auf dem Kopf und sind vorwiegend schwarz gefärbt, bei manchen Arten sind weiße oder gelbe Wangerfelder vorhanden. Weibchen hingegen haben ein gelblich-braunes Fell mit einem dunklen Fleck auf dem Scheitel, manchmal können auch die Brust, die Finger und Zehen und andere Körperteile dunkler gefärbt sein. Sie sind nach dem Siamang die größten Gibbons; sie erreichen eine Kopfrumpflänge von rund 60 Zentimetern und ein Gewicht von 7 bis 8 Kilogramm.
Die Grundfarbe ihres dichten, wolligen Fells ist weiß, die Beine sind schwarz. Das Schwarz der Vorderbeine zieht sich weiter über die Schultern und bildet einen Gürtel, der meist den Vorderkörper umschließt. Schwarz sind außerdem die Ohren, die Umgebung der Augen und manchmal die Schwanzspitze.
Die Gründe für die auffällige Färbung sind nicht genau bekannt. Diskutiert werden die Abschreckung von Feinden, die bessere Thermoregulation oder die Tarnung.
Die Schopfgibbons haben das nordöstlichste Verbreitungsgebiet aller Gibbons. Es umfasst das südliche China (heute nur mehr Yunnan und die Insel Hainan), Vietnam, Laos und das östliche Kambodscha. Der Mekong bildet (außer in Yunnan) die westliche Grenze ihres Verbreitungsgebietes. Wie alle Gibbons leben sie in tropischen Regenwäldern.