Die Spinnenaffen (Brachyteles) sind eine Primatengattung aus der Familie der Klammerschwanzaffen (Atelidae). Sie zählen zu den gefährdetsten amerikanischen Primaten. Die Gattung teilt sich in zwei Arten, den Nördlichen Spinnenaffen (Brachyteles hypoxanthus) und den Südlichen Spinnenaffen (Brachyteles arachnoides). Mit dem Englischen „spider monkeys “ wird übrigens eine andere Primatengattung bezeichnet, die Klammeraffen.
pinnenaffen sind die größten Neuweltaffen. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 45 bis 78 Zentimeter, wozu noch ein 65 bis 80 Zentimeter langer Schwanz kommt. Männchen sind mit 12 bis 15 Kilogramm schwerer als Weibchen, die 9,5 bis 11 Kilogramm erreichen. Ihr Fell ist kurz und gelbgrau gefärbt, die Färbung ist jedoch nach Region und Geschlecht verschieden und kann auch ins Rötliche gehen. Ihr ganzer Körper ist an die baumbewohnende Lebensweise angepasst, Arme und Beine sind auffallend lang und schlank. Der Daumen ist bei der nördlichen Art klein, aber vorhanden, bei der südlichen Art fehlt er völlig. Der Schwanz, der ebenso lang oder länger als der Körper ist, wird als Greifschwanz verwendet. Wie bei den anderen Klammerschwanzaffen ist er an der Unterseite der Spitze haarlos, was einen besseren Halt ermöglicht.
Spinnenaffen leben in den Wäldern Südostbrasiliens. Früher erstreckte sich ihr Verbreitungsgebiet vom Bundesstaat Bahia im Norden bis zum Bundesstaat Paranáim Süden, heute ist ihr Verbreitungsgebiet stark verkleinert und zerstückelt. Lebensraum dieser Tiere sind die Küstenregenwälder, wo sie bis in 1600 Metern Seehöhe vorkommen.