Afrika,

dunkel lockende Welt ...

Zebra

(Equus)

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Als Zebra werden drei Arten aus der Gattung der Pferde bezeichnet: Grevyzebra, Bergzebra und Steppenzebra.

Zebras erreichen eine Kopfrumpflänge von 210 bis 300 Zentimetern, der Schwanz wird 40 bis 60 Zentimeter lang und die Schulterhöhe beträgt 110 bis 160 Zentimeter. Das Gewicht variiert zwischen 180 und 450 Kilogramm.

Zebras ließen sich nie in dem Maße bändigen und züchten wie z.B. Hauspferde oder Esel. Sie waren immer zu störrisch und wild. Als Nutztiere haben sie nie einen nennenswerten Einsatz erfahren.

Zebras sind Nicht-Wiederkäuer und typische Pflanzenfresser. Sie verbringen etwa 50% ihrer Zeit mit der Nahrungsaufnahme. Sie ernähren sich in erster Linie vom nährstoffarmen Langgras. Hiermit erfüllen sie eine wichtige ökologische Funktion, da sie für andere Arten die gehaltvolleren Pflanzen freilegen.

Zebras sind wie alle Pferde das ganze Jahr über fortpflanzungsfähig. Die Tragezeit liegt bei ca. einem Jahr. So können einzelne Zebras bis zu 20 Fohlen gebären. Es wird jeweils ein Fohlen von ca. 30 kg geboren. Bereits nach ca. einer Stunde kann das Fohlen zittrig aufstehen. In den ersten Lebenstagen hält die Mutter das Fohlen von der Gruppe fern, um es ganz auf sich zu prägen. Die jungen Fohlen können ihre Mutter an den unterschiedlichen Streifen (natürlicher Barcode) und dem Geruch gut erkennen.

Neben dem Menschen sind es vor allem die Großkatzen Afrikas, welche die Zebras bedrohen. Hier tut sich vor allem der Löwe als Zebrajäger hervor, ohne jedoch den Zebrabestand ernsthaft zu beeinflussen. Allerdings sind Zebras sehr wehrhaft, so dass auch Löwen vorsichtig sind. Schon so mancher Löwe wurde von einem Zebra tödlich verletzt, indem sein Kiefer von Zebrahufen zertrümmert wurde. Das Steppenzebra insgesamt ist derzeit nicht im Bestand bedroht, nur einzelne Unterarten sind gefährdet.

Urspürnglich waren die Zebras in ganz Afrika verbreitet. In Nordafrika sind sie jedoch schon in antiker Zeit ausgerottet worden. Am weitesten verbreitet ist heute das Steppenzebra, das vom südlichen Sudan und Äthiopien bis Südafrika verbreitet ist. Das Grevyzebra bewohnt ein kleines Gebiet in Ostafrika (Kenia, Äthiopien und Somalia). Das Bergzebra bewohnt das südwestliche Afrika vom südlichen Angola bis Südafrika. Das Grevyzebra bevorzugt trockene Halbwüsten, das Bergzebra ist auch an Gebirgsregionen angepasst und kommt bis in 2000 Meter Seehöhe vor. Das Steppenzebra lebt in verschiedenen Habitaten wie Grasländern und offenen Wäldern.

Grevyzebra (Equus grevyi)

Das Grevyzebra ist das größte Zebra und die größte wildlebende Pferdeart. Sie hat sehr enge Streifen, die auch im hinteren Bereich des Rumpfes weitestgehend senkrecht bleiben, der Bauch ist weiß. Auffällig ist der Unterschied im Verhalten zu den Steppenzebras. Gervys sind eher Einzelgänger bzw. leben nur in sehr kleinen Gruppen, welche nur zu der Paarung zusammenkommen.

Bergzebra (Equus zebra)

Das Bergzebra ist heute fast ausgerottet und kommt ausschließlich in Schutzgebieten vor.. Sie hat breitere Streifen, die an der Kruppe waagrecht verlaufen, am hinteren Teil des Rückens befindet sich eine gitterähnliche Zeichnung. Bergzebras können einige Tage ohne Wasser auskommen und sind so unabhängiger von nahen Wasserstellen, was in den Berg auch notwendig ist.

Steppenzebra (Equus quagga)

Das Steppenzebra ist variabel gefärbt. Häufig ist die hintere Hälfte des Rumpfes eher waagrecht gestreift, die Zeichnung schließt auch den Bauch mit ein und es sind oft hellere „Schattenstreifen“ vorhanden. Steppenzebras sind sehr gesellig und weiden in großen Gruppen. Diese Gruppen stehen zudem relativ dicht beieinander und bilden dauerhafte Fortpflanzungsgemeinschaften. Die Steppenzebras können nicht länger ohne Wasser auskommen und wandern bei Wassermangel ab.

Eugenia Fritzler, Marco Krings, Michael Strotmann
Hasan Gürbüz, Steffen Bolenius