Afrika,

dunkel lockende Welt ...

Gorillas

(Gorilla)

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Gorillas sind die größten lebenden Primaten und die ausgeprägtesten Blätterfresser unter den Menschenaffen. Sie sind durch ihr schwarzgraues Fell und den stämmigen Körperbau charakterisiert.

Es gibt zwei Gorillaarten, den Westlichen und den Östlichen Gorilla. Beide Arten werden in jeweils zwei Unterarten unterschieden. Für den Östlichen Gorilla sind das Östlicher Flachlandgorilla und der Berggorilla. Der Berggorilla zählt zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Affen weltweit. Der Westliche Gorilla wird aufgeteilt in den Westlichen Flachlandgorilla und den Cross-River-Gorilla.

Gorillas weisen einen robusten, stämmigen Körperbau auf. Sie sind stehend etwa 1,25 bis 1,75 Meter hoch, wobei sie meist die Knie etwas gebeugt halten. Wie alle Menschenaffen sind sie schwanzlos. Beim Gewicht weisen sie einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus auf: Während Weibchen 70 bis 90 Kilogramm schwer werden, erreichen ausgewachsene Männchen bis zu 200 Kilogramm und bis zu zwei Meter groß werden.

Die Lebenserwartung der Gorillas liegt bei 35 bis 40 Jahren, das älteste bekannte Tier in menschlicher Obhut - ein Gorilla namens "Massa" aus dem Zoo in Philadelphia - wurde 54 Jahre alt.

Gorillas sind intelligente, soziale Tiere, die in Familienverbänden aus mehreren Weibchen mit vier bis fünf Jungtieren und einem dominanten Männchen, dem Silberrücken, leben. Da Gorillas sich hauptsächlich von kalorienarmer vegetarischer Kost ernähren, verbringen sie einen Großteil ihres Tages mit Fressen. Berggorillas ernähren sich zum Großteil von Blättern; Früchte werden kaum verzehrt. Die beiden Flachlandgorilla-Populationen hingegen ergänzen ihren Speiseplan mit Früchten, je nach Jahreszeit können diese bis zu 50 % der Nahrung ausmachen. Aus diesem Grund klettern Flachlandgorillas auch öfter auf Böume, während Berggorillas ausgeprägte Bodenbewohner sind. Dabei halten sich die tagaktiven Tiere meist am Boden auf. Wie alle großen Menschenaffen bauen sich auch Gorillas aus Blättern und Zweigen ein Schlafnest für die Nacht - meist am Boden.

Gorillas leben im mittleren Afrika, die Verbreitungsgebiete der zwei Arten liegen jedoch rund 1000 Kilometer voneinander entfernt. Westliche Gorillas leben nahe dem Golf von Guinea. Die Bestände im äußersten Westen der Demokratischen Republik Kongo dürften ausgestorben sein. Östliche Gorillas hingegen bewohnen die östlichen Regionen der Demokratischen Republik Kongo sowie die Regionen der Virunga-Vulkane und des Bwindi-Waldes im Grenzgebiet zwischen Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo.

Gorillas sind ausgesprochene Waldbewohner. Westliche Flachlandgorillas bevorzugen tiefergelegene Regenwälder und Sumpfgebiete, Cross-River- und Östliche Flachlandgorillas hingegen sind eher in hügeligem Terrain zu finden. Die Berggorillas sind die ausgeprägtesten Bewohner des Berglandes und kommen in Regionen bis in 4000 Metern Seehöhe vor. Verschiedene Populationen bewohnen verschiedene Waldtypen – auch innerhalb der Unterarten, generell sind Östliche Gorillas häufiger in Sekundärwäldern zu finden.

Die größte Bedrohung für die Gorillas ist die Wilderei. Sie bedroht alle Menschenaffenpopulationen. Daneben gefährdet auch die Zerstörung des Lebensraums die Zukunft der Gorillas. Der WWF fürchtet, dass die Gorillas in 15 Jahren aus der Wildnis verschwunden sein könnten, wenn das gegenwärtige Ausmaß; an Wilderei und Lebensraumverlust nicht drastisch reduziert wird.

Eugenia Fritzler, Marco Krings, Michael Strotmann
Hasan Gürbüz, Steffen Bolenius