Wo testen wir?
Aufgrund der gemeinsamen Studienrichtung und dem primären Fokus auf einem erfolgreichem Studium liegt das Augenmerk unserer Tester natürlich ausschließlich auf der Mensa in der Eupener Straße.
In einem der wohl ansprechensten und modernsten Gebäude der FH Aachen liegt das Testobjekt, das den strengen Gaumen und verwöhnten Geschmacksnerven unserer Tester standhalten muss.
Wie testen wir?
Unsere Tester teilen sich die Gerichte auf. Aufgrund der hohen fachlichen Kompetenz trauen wir es unserem Test-Team zu, dass jeder ein Gericht einzeln und eigenständig bewerten kann und dennoch zu einem deckungsgleichen, fachlich versierten, aussagekräftigen Urteil kommt, auf das sich der interessierte Leser und studentische Gourmet verlassen kann.
Wir bewerten de gereichten Speisen nach den Kriterien Aussehen, Geruch und Geschmack. Und vergeben hierbei ein Punkte in Form von 1-5 Kochlöffeln . Hierbei steht 1 für eine Beleidigung unserer optischen, olfaktorischen und gustatorischen Wahrnehmung während 5 Kochlöffeln uns wahrlich in höhere Sphären aufsteigen lassen. Diese Punkteskala wird am Ende des Test in einer Wertungsbox erscheinen. Abschliessend geben 1-5 Kochlöffeln auch die Gesamtwertung ab.
Die Tests sind systematisch aufgebaut. Im Test-Text gehen wir die einzelnen Punkte nacheinander durch und gehen dabei auch auf weitere Faktoren wie z.B. Konsistenz der einzelnen Komponenten ein.
Zusätzlich gibt es am Ende des Tests ein kurzes subjektives Fazit, welches das Ess-Erlebnis in seiner Gesamtheit noch einmal reflektieren soll.
Soweit so gut, die Gaumenfreuden sind nur noch einen Gabelstich entfernt.
Matthias „Die Wildsau“
Matthias ist ein Landjunge durch und durch und voll und ganz auf Wild und Geflügelgerichte spezialisiert.
In seinem einstmals gemütlichen und rustikalen Restaurant „Zum blutenden Keiler“ im beschaulichen Drove hat er sich über Jahre einen überregional hervorragenden Ruf erarbeitet was seine Geflügel- und Wildspezialitäten angeht. Früh ein Kind der Jagd erlernte er schon in jungen Jahren die Kunst des Jagens, Ausweidens und des fachmännischen Zerlegens und Zubereitens von Wildtieren. Paul Bocuse höchst persönlich brachte Matthias die gehobenen Techniken des Verfeinerns von Wild und Geflügel an seinem Institut für Hotellerie und kulinarische Kunst in Lyon bei. Während eines USA-Aufenthaltes weihte niemand geringer als Hulk Hogan Matthias persönlich in die Kunst des Wildschweinwrestlings ein. Dies verhalf Matthias dann auch endgültig zum Durchbruch. Das persönliche Erlegen des Tieres im Ringkampf Mann gegen Wildschwein sorgt durch die geschickte Kombination von Bodyslams und Back Suplexes für eine exzellente Marmorierung und eine perfekte Maserung des Fleisches. An den Hängen des Burgauer Waldes gelegen, machte er sich tag täglich auf, seinen Gästen ein unvergleichliches Wilderlebnis zu bescheren.
Fortschreitenden Klagen seitens des örtlichen Tierschutzvereins zwangen ihn dann endgültig zur vorläufigen Geschäftsaufgabe.
Markus „The General“
Während seiner Wehrdienstzeit wurde er nach der vollständigen, fahrlässigen Zerstörung eines Phantom Kampfjets in die Feldküche der Luftwaffe versetzt. Dort entdeckte er seine Liebe und Leidenschaft zum Kochen. Schnell merkte er, dass das hingebungsvolle Schälen von Kartoffeln nicht seine einzige kulinarische Aufgabe sein durfte und so entwickelte er in kürzester Zeit Techniken aus den wenigen frischen Zutaten, die ihm die Bundeswehr bot, schmack- und nahrhafte Speisen zu zaubern. Während eines Aufenthaltes auf dem Luftwaffenstützpunkt im italienischen Piacenza verschrieb er sich ganz und gar der Mediterranen Küche. Diese Leidenschaft kombinierte er mit seinem Hang zur einfachen und rationalen kalten Küche. Nach dem Motto „aus Wenigem das Beste mache“ eroberte er im Sturm die Herzen seiner Kameraden. Das beliebte „Sandwich Mediterrane“ machte endlich Schluss mit den verhassten Panzerkeksen.
Thomas „Der Webmaster“
Seine Leidenschaft zu gutem Essen war schon immer unbestritten. Sein stattlicher Wuchs verrieten schnell: Hier isst jemand gerne! Und wer gerne isst, kann bekanntlich auch gut kochen. Und was kann einem Besseres wiederverfahren, als das sich Hobbys so prima ergänzen. In seinem kleinen Dorflokal schaffte auch er es innerhalb kürzester Zeit seinen Bekanntheitsgrad weit über die Landesgrenzen hinaus zu steigern.
Ein weiteres großes Hobby von Thomas ist das Internet. So wandte er sich vom herkömmlichen Vertriebsweg für Speisen ab und beschloss auf seinem Internet Portal „eatbay“ Speisen und Getränke über das Web zu vertreiben. Gerade die Schule beendet und wirtschaftlich naiv und unbedacht gründete er dieses Internet Portal. Eine vorbildliche Homepage und modernste Räumlichkeiten für die Zubereitung mit multimedialer Küchentechnik änderten nichts an der Tatsache, dass er bis zuletzt Störvariablen wie „Wie bleibt die Kohlensäure 3 Tage in der Cola?“ , „Warum schwabbt der Kaffee über?“, „Wie bleibt das Gericht auf dem Weg nach Mexico heiss?“ , die der postalische Vertriebsweg von Speisen mit sich bringt, nicht ausräumen konnte. Schlussendlich brachen im Kredite für Forschung & Entwicklung, die genau jene Probleme in den Griff kriegen sollten, das Genick.
Lars „Der Baconboy“
Einst ein besonders facettenreicher Koch und Kenner von Spirituosen (langjähriges Mitglied im Schweizer Scotch Whisky Club), der in fast jedem Gebiet zu hause war, begann er eine kulinarische Talfahrt die unter Gourmets wohl ihres Gleichen sucht. Der zunehmenden Amerikanisierung unserer Gesellschaft nicht gewachsen, wurde innerhalb kürzester Zeit aus seinem gesunden Interesse an der amerikanischen Küche und gepflegten BBQs ein wahrhafte Manie. In der psychologischen Diagnostik wurde erst durch ihn der Begriff des BBQ-Bacon Syndroms etabliert. Dahinter verbirgt sich eine Zwangsneurose alle, aber auch wirklich alle Speisen durch Beigabe von BBQ-Sauce und Bacon zu veredeln. Was mit wenigen pfiffigen Ideen zur Aufpeppung seiner Speisen im Dürener Szene Lokal „Trés Exclusive“ begann entartete auf kulinarisch grauenvollste Art und Weise. Innerhalb kürzester Zeit gab es kein Gericht mehr auf seiner Speisekarte, dass nicht mehr aus den besagten Komponenten bestand.
Spätestens nach der Kreation des Bacon Burgers mit Baconstreifen und BBQ-Sauce mit Baconstückchen im bacon-flavoured Brötchen zu dem Salat von Bacon an einer rauchigen BBQ Vinaigrette und frittierte Baconballs gereicht wurde hatte sein Gourmet Tempel jegliche Akzeptanz verloren. Nachdem die Coca Cola Company mehrere seiner Konzeptvorschläge für eine BBQ-Coke abgelehnt hat, warf er mental aufs Härteste angeschlagen und total desillusioniert das Handtuch. Im Kreise von Mensa-Test.de versuchen ihn seine Kollegen wieder zu rehabilitieren.
Alexander „Der Grosse“
Hier ist der Name wahrhaftig Jahre lang Programm gewesen. Als Sohn des Inhabers der wohl größten Gyros Imbiss Kette der Welt „Zeus Gyros“ war schnell klar wo sein Weg hinführen wird. Die griechische Küche ist sein zu Hause. Dabei war von Anfang an klar: Alexander möchte raus aus dem fettgetränkten Hades der pseudo griechischen Küche und aufsteigen in den kulinarischen Olymp. In seinem Lokal Herkules bot er über Jahre beste griechische Speisen an und reichte die besten Weine von den Hängen der Peloponnes. Nebenbei importierte er feinste Olivenöle aus kleinen Manufakturen. Highlights wie die Medusaplatte aus der eigenen Kreuzotterzüchtung machten ihn so beliebt und bescherte ihm einen so glänzenden Ruf. Zunehmend narzisstische Züge mit Tendenz zum Größenwahn ließen ihn jedoch langsam ins Straucheln geraten. Seine Kellner nur noch mit Hermes anzusprechen ist eine Sache aber der Versuch die baulichen Überreste der Akropolis als Säulen für die Eingangshalle seines Lokales illegal zu importieren eine andere. Dies stürzte ihn in eine finanzielle Schieflage. Zuletzt versuchte er sich im Hochwassergebiet der Oder mit der kleinen Imbissbude „Triton Grill“ über Wasser zu halten. Als die Natur auch diesen letzten Anker fortschwemmte, beschloss er sich erst einmal den Wirtschaftswissenschaften zu verschreiben.
erstellt durch Lars Krischer