Die KartoffelDer Siegszug der Kartoffel um die Welt begann wohl im 16. Jahrhundert, als die Spanier während ihrer Eroberungszüge in Südamerika diese ihnen noch unbekannte Pflanze in Chile und Peru kennenlernten. Bei den dortigen Indianern war die Knolle schon bekannt und sehr beliebt.
1555 brachten die Spanier die Kartoffel dann erstmals, damals noch nicht als Nutz- sondern als Kulturpflanze, mit auf das europäische Festland. Etwa zehn Jahre später wurde die Kartoffel dann auch von Briten und Iren von Venezuela aus in ihr Heimatland gebracht.
Etwas später, 1589, wurde die Kartoffel erstmals in Deutschland gepflanzt.
Zu dieser Zeit hielten die Europäer die Kartoffel im Wesentlichen noch als Zierpflanze in ihren Gärten. Dies natürlich hauptsächlich wegen ihrer Blütenpracht. Ebenfalls war sie zu dieser Zeit bereits als Heilpflanze bekannt.
Trotzdem sollte es noch einige Jahrzehnte dauern, bis die Kartoffel auch wirtschaftliche Bedeutung gewann.
So wuchs während des 30-jährigen Krieges (1618-1648) aufgrund der Hungersnot die Bedeutung der Kartoffel als selbst angebautes Nahrungsmittel weiter an.
1756 kam es dann in Deutschland durch den berühmten "Kartoffelbefehl" endgültig zum großen Durchbruch. Der preußische König Friedrich der Große hatte sich wohl unsterblich in die Kartoffel verliebt. So zwang er damals alle Bauern dazu, die Kartoffel anzubauen. Somit stieg der geschätzte Pro-Kopf-Verbrauch damals schon auf über 100 Kg pro Jahr an.
Durch die europäische Kolonialvergangenheit wurde die Kartoffel dann letztendlich in der gesamten Welt bekannt. Als Grundnahrungsmittel brachten die Europäer die Kartoffel überall hin, wo sie Fuß fassten.
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